Adieu Spielplatz- und Elternzeitklamotten!

Elina - Montag, 27. Juni 2016

Ich durfte vor kurzem an der Europäischen Schriftstellerkonferenz teilnehmen. Während ich auf meinem Platz saß, betrachtete ich mich von Kopf bis Fuß. Besagter Fuß hatte dringend eine Pediküre nötig, ich selbst war ungeschminkt, die ungewaschenen Haare irgendwie zusammengewurschtelt, und auf dem Overall nicht nur ein Fleck, sondern auch ein kleines Loch. Ich war wohlgemerkt auf einer Konferenz, nicht auf dem Weg zur Kita. Das Ungeschminktsein wollen wir mal ignorieren, ich laufe bekanntlich meistens ohne Schminke rum, gerade im Sommer, aber der Rest?

Herrschaftszeiten. Ich hab keine neugeborenen Drillinge zu Hause, ich führe keinen landwirtschaftlichen Betrieb und soweit ich mich erinnern konnte war ich an dem Morgen nicht einmal gehetzt gewesen. Ich bin faul geworden. Wie das so ist, in der Elternzeit, gerade bei dem ersten Kind, oder gerade bei dem zweiten oder dritten? Man verschiebt ein paar Prioritäten, man kümmert sich um alle anderen, nur nicht um sich selbst. Und plötzlich steht man am Flughafen und wird darüber informiert, dass der eigene Pass in wenigen Wochen abläuft. „Ich bin ein Klischee“ dachte ich mir in dem Moment.

Das Gleiche dachte ich an dem Morgen auch. Also ging ich in der Mittagspause heim, machte mir fix die Nägel, zog mir etwas sauberes an, und schaffte sogar noch eine gescheite Flechtfrisur. Wehmütig blickte ich auf meine wunderschönen Etuikleider. Gewicht kann man nach so einer Schwangerschaft verlieren, was aber, wenn die Oberweite partout nicht zurückgehen möchte?

Nach der Elternzeit: Zurück zu Outfits, einer Garderobe und mehr Stilbewusstsein

Ich konnte die Leggings und Tunika Kombination schon nach wenigen Monaten in der Elternzeit nicht mehr sehen. Eigentlich mag ich keine Hosen. Bei eng sitzenden Jeans krieg ich Bauchschmerzen. Irgendwie fühle ich mich nie wirklich wohl in Hosen. Eigentlich bin ich großer Fan von Röcken und Kleidern, schade nur, dass aufgrund des veränderten Körpers nach der Schwangerschaft ein Großteil meiner Garderobe gerade einstaubt. Ppppfff.

Die Konferenzen, die Events, die Meetings und die Bewerbungsgespräche häufen sich in letzter Zeit. Nächstes Jahr werde ich 30. Das Kind ist kein Baby mehr. Ich sehne mich danach, endlich wieder Outfits zu tragen, meine Garderobe auszumisten, dafür aber um wenige, schöne Stücke zu erweitern. Ich hab Bock, ja spüre förmlich ein Verlangen, erwachsener zu werden und das auch zu zeigen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich über Kleidung definieren würde, sondern dass ich mich wohl fühlen möchte. Ich mag schöne Sachen, ich mag meinen Körper, ich mag figurbetontes, aber bequemes und ich mag Farbe, eigentlich.

Ich könnte nun als Konsequenz daraus in die nächste Modekette laufen und mir x-beliebige Kleiderchen kaufen. Doch wir bei Schnitzel & Schminke sind ja gegen Fast Fashion. Entweder Investition oder Vintage. Basta. Was mir übrigens nicht Spaß macht: Shoppen in echt. Die Gerüche in den Läden nach neuen Klamotten, das schlechte Licht, die Ungeduld der anderen Kunden – ich bin kein Mensch für stundenlanges shoppen gehen. Es sei denn, es ist ein richtig unübersichtlicher Secondhandladen, der mir das Gefühl gibt, ich begebe mich auf eine Schatzsuche. Wenn ich 'shoppe', dann online.

Wir durften uns Madeleine mal genauer anschauen. Kennt ihr nicht? Fragt mal eure Mama oder vielleicht sogar Oma. Und nicht aus Prinzip "Nee" sagen. Ausprobieren! Horizont erweitern! Madeleine steht vor allen Dingen für Qualität, Weiblichkeit und zeitlose Eleganz. Ihr seid es gewohnt, dass eure Online-Bestellung am nächsten Tag da ist? Bei Madeleine gibt es zweitweise Lieferzeiten von 4-6 Wochen, was natürlich dazu führt, dass man sich frühzeitig und nachhaltig Gedanken darüber macht, was man sich da zulegt. Nicht nur für diesen Sommer, sondern für die nächsten Jahre. Zeitlos halt.

Kleidung, die alles können muss und ewig hält

Ich brauche Kleidungsstücke, die endlos kombinierbar sind, immer funktionieren, und sowohl tagsüber als auch schnell nachts einsetzbar sind. Und jetzt kommt’s: Keine komplizierten Materialien. Soviel Realismus ist mir noch geblieben, dass ich in einer Seidenbluse eigentlich nicht mal im gleichen Raum wie mein Kind sein möchte. Einen vernünftigen Overall brauch ich. Einen, der auch nach Business aussieht, aber in dem man zur Not das Kind abholt oder wegbringt, und den man easy waschen kann.

Kleider. Mehr Kleider. Viel mehr Kleider. Kleider die schlicht, und elegant, aber nicht langweilig sind. Die man anzieht, und angezogen ist, und nicht nachdenken muss. Ja, ich steh auf schwarz-weiß und habe mir eigentlich geschworen, mehr Farbe auszuprobieren. Aber an meinem Favoriten ist unten ein roter Streifen, zählt das? Mehr wagen. Verstehe. Ich kann keine Sackkleider anziehen, oder wie man in Berlin Mitte sagt: Eggshape. Es muss Form, Schnitt und zumindest eine angedeutete Taille haben! Denn wie dieser Ultimative Guide zu großen Brüsten es treffend ausdrückt:

An dieser Stelle auch noch mal ein dickes Fuck You an die Modeindustrie, die irgendwann kürzlich mal beschlossen haben muss, dass in den gängigen Klamottenketten nur noch sehr hochgeschlossene und weitgeschnittene Sachen verkauft werden. Also alles, was Frauen mit großen Brüsten dazu bringt auszusehen wie eine übergewichtige Pyramide. Als wäre Einkaufen nicht schon schwer genug!

Das, oder man sieht, wie es Lisa Ludwig in diesem großartigen Artikel beschreibt, aus wie eine „Bumspuppe“. Wie findet man also solche Wunderkleidung? Und wo? Wie gesagt. Madeleine.

Wunderwaffe Overall!

Dieser hier ist ein leichter Sommeroverall mit Druckknöpfen und Taillengummizug. Macht es schon klingeling? GUMMIZUG! Das heißt bequem, das heißt kein Muffintop, das heißt auch gerne mal noch Nachtisch, merkt ja keiner. Da kneift nichts, er ist wirklich leicht und wie ihr seht absolut sandkastentauglich. Außerdem hat man mit Overalls einfach das Glück, immer sofort ein Outfit zu tragen. Hohe Schuhe und etwas Schmuck, schon ist ein Abendlook entstanden. Ich würde ja am liebsten nur noch in Overalls und Kleidern rumlaufen. Und das Beste: "Pflegeleicht und waschbar ist er rasch wieder in Form gebracht und bereit für neue Anlässe."

Der Klassiker: Trenchcoat

Was fehlt sonst noch in einer erwachseneren Garderobe? Für mich ganz klar ein heller Trenchcoat. (Jetzt fehlt mir natürlich noch ein schwarzer und ein roter.)Wer sich noch keinen Burberry leisten kann, und trotzdem nicht auf eine großartige Passform und Qualität verzichten möchte, dem kann ich den hier empfehlen. Ich finde es ja wie bereits erwähnt etwas schwierig mit gewissen Kurven vernünftig aussehende Klamotten zu finden. Vor allen Dingen Jacken! Dieser Trenchcoat sitzt wie er sitzen sollte und nichts spannt oder kneift.

Das go-to Kleid für besondere Anlässe

Wie ihr ja sehen könnt, trage ich nicht unbedingt Größe 34. Auch nicht unbedingt 38. Das ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass man eine größere Oberweite schwer in regulär geschnittene Klamotten quetschen kann, wenn man ansonsten normalgewichtig ist. (Jaja, Luxusprobleme, is klar.) Aber mal im Ernst: Probiere ich Klamotten an, die an sich passen, sehen sie meist sehr unweiblich und Zirkuszeltmäßig aus. Und in denen die 'passen', im Sinne von ich kriege sie zu, kann ich nicht atmen. Von daher kann ich Frauen, die eine ähnliche Körperform wie ich haben, Madeleine empfehlen. Guckt euch einmal dieses wunderschön geschnittene, klassische Streifenkleid an (und wie viel Blödsinn man damit machen kann). Perfekt für Hochzeiten, Gartenpartys, wichtige Tage auf der Arbeit oder einfach nur, um sich etwas wie Grace Kelly zu fühlen.

Die Büro und Event Basics

Wir haben also den Overall, das Kleid und den Trenchcoat als spielplatztauglich befunden. Alle drei sind endlos kombinierbar, für schicke Events als auch fürs Büro. Was würde denn da noch fehlen in unserem neuen, erwachsenem Adieu Elternzeit Kleiderschrank? Ich sag es euch: die perfekte Bluse mit der perfekten Hose.

Die perfekte Bluse, die nicht zu eng ist? Die betont, aber nicht einschnürt, die universell einsetzbar ist, die man nicht unbedingt bügeln muss, und aus der man auch Erdbeer-Mango-Pfirsich-Quetschie Flecken rauskriegt? Und eine Hose, die modern aber klassisch wirkt, und bequem ist?

Ich konnte kaum glauben, dass die Bluse einfach so passte, auf den ersten Versuch, Das ist bei mir eher selten der Fall. Dafür schonmal Daumen hoch. Das Besondere an der Hose? Sie ist quasi ein Business-Jogger, ohne Bund, bequem wie eine Jogginghose und, Überraschung, auch schwangerschaftstauglich! Oder China-Buffet oder Burger, je nachdem. Bis zum sechsten Monat könnte man die bestimmt tragen. Und danach wieder. Man fühlt sich mächtig entspannt in einer Hose die nicht kneift und schnell gewaschen ist, dabei aber lässig aussieht.

Also, Madeleine ist gar nicht nur was für eure Mamas und Omas. Ausprobieren!

Danke Madeleine, dass wir eure wunderschönen Kleidungsstücke ausprobieren durften! Danke auch, dass wir ein paar davon behalten durften. 

Schlagwörter: Fashion, Madeleine, Mode, Nachhaltigkeit
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