Winterhotels zum Verlieben

Svenja - Samstag, 17. Dezember 2016

So sehr ich den Sommer mag, möchte ich die ruhige, nachdenkliche Zeit im Winter nicht missen. Das Jahr noch einmal revüpassieren lassen, dem Weihnachtsstress entkommen, die Stille der Natur genießen und einfach mal runterkommen. So hat es mich jetzt nach Tromsø verschlagen: Etwas Schnee, nicht zu kalt, alles fußläufig zu erreichen und gerade genug zu sehen, dass ich ja nicht in Stress verfalle. Airbnb ist eine gute Adresse, wenn man nicht im Hotelzimmer versauern möchte, sondern sich mehr wie zuhause fühlen möchte.

Es gibt allerdings auch Hotels, für die man jedes Airbnb links liegen lässt, so beeindruckend sind sie. Meine Lieblingshotels zum Träumen im Winter habe ich hier zusammengesucht.

The Arctic Tree House in Rovaniemi, Finnland

Das Arctic Tree House Hotel hat erst Mitte 2016 eröffnet und kann sich auf Social Media schon über größte Beliebtheit freuen. Kein Wunder, denn direkt vom Bett aus guckt man in eine herrlich verschneite Landschaft und kann sich darauf verlassen, dass keine lauten Zimmernachbarn die Ruhe stören, da die Zimmer eher Apartments sind und recht frei stehen. Die Zimmer erinnern an Hochsitze, von denen aus man nachts die Tiere und den Sternenhimmel beobachten kann. Klar, dass auch Nordlichter nicht fehlen dürfen, die man in der Gegend oft zu sehen bekommt.

In den Arctic Glass Houses können bis zu vier Personen schlafen und der Preis pro Nacht startet bei etwa 450-550 Euro. Allerdings muss man schnell sein, denn viele Unterkünfte sind bereits ausgebucht.

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Glas-Iglos im Kakslauttanen Arctic Resort, Finnland

Der Gedanke, mitten in der Einöde in einem warmen Iglo mit Glasdach zu liegen, über sich nur der Sternenhimmel, das Nordlicht bewundernd, hat doch etwas Zauberhaftes (wenn man denn das Gefühl mag allein zu sein). Nördlich des Polarkreises mitten im Nirgendwo von Finnland schaltet man definitiv ab. Natürlich bietet das Resort auch Ausflüge an, zum Beispiel mit den Schneescooter, eine Tour mit Huskies im Schlitten oder Eisangeln, sodass es zumindest die Option gibt, etwas zu unternehmen. 

Die Iglos sind wahnsinnig schnell ausgebucht, hier muss man gut ein Jahr im Voraus buchen, um eine reelle Chance zu haben. Die Preise pro Nacht fangen bei etwa 350 Euro an, aber je schneller die Zimmer ausgebucht sind, desto höher sind die Preise, logisch.

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Ice Hotel in Jukkasjärvi, Schweden

Das Ice Hotel ist nicht nur ein Hotel, das ist ein wandelndes Kunstwerk. Das Hotel wird jedes Jahr neu gebaut, die Zimmer von Künstlern, meist aus der Region, spektakulär neu gestaltet. Reguläre Deckenleuchten lassen sich nur schwer installieren, sie würden noch dazu auch echt nicht schön wirken, stattdessen gibt es alternative Lichtquellen: In einem Zimmer gab es LED-Lampen versteckt hinter einer Wand aus Schneebällen. Das Licht kam also sowohl durch die Schneebälle, als auch durch die Lücken zwischen den Bällen hindurch.

Das Besondere am Eishotel sind die Eisklötze: Wenn wir zuhause Eiswürfel machen, sind diese eigentlich nie klar, sondern immer etwas durchbrochen von Luftblasen. Die Eisklötze des Ice Hotels sind aber kristallklar und schimmern bläulich. Das liegt an der Wasserqualität des Torne-Flusses und an der Arbeit der Mitarbeiter des Ice Hotels, die sich darum kümmern, das Eis-Feld frei von Schnee zu halten, denn nur so bleibt das Eis klar.

Das Ice Hotel dürfte auch das nachhaltigste Hotel sein, denn wenn es im Frühsommer schmilzt, fließt das Schmelzwasser wieder zurück in den Fluss. Ein richtiger Kreislauf. Und sollte man nicht in einem Bett aus Eisklötzen (die mit Fellen ausgelegt sind) schlafen wollen bei konstanten Temperaturen um den Gefrierpunkt, kann man zumindest der Eisbar einen Besuch abstatten.

Pro Nacht können grob 2000 SEK, also etwa 200 Euro eingeplant werden.

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Whitepod Eco-Luxury Hotel in Les Cerniers, Schweiz

Ok, ein wirklich schöner Name ist es nicht, aber der Nachhaltigkeitsgedanke dahinter ist super: Die so genannten Pods versprechen nicht nur öko, sondern auch luxuriös zu sein. Die Unterkunft ist wohl für Paare, als auch für Familien möglich, allerdings sind die Unterkünfte nur zu Fuß zu erreichen, mit Kinderwagen ist es also etwas schwierig. Dafür sind die Skipisten und Lifte gleich um die Ecke.

Der kleinste Pod, der cosy pod, liegt pro Nacht bei 690 CHF, etwa 650 Euro.

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Schlagwörter: Arctic Treehouse Finland, Finland, Hotel, Ice Hotel Schweden, Iglo, Kakslauttanen Arctic Resort, Schweden, Schweiz, Winter, Winterhotel
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