Filmtipp Queer Cinema: Zwischen Sommer und Herbst und Nanette

Von Elina in Kolumne
Filmtipp Queer Cinema: Zwischen Sommer und Herbst und Nanette

In meinem Facebook Feed Bubble ploppte immer wieder ein Name auf in den letzten Tagen: Hannah Gadsby. Noch nie gehört. Die Dame hat wohl ein Comedy Special auf Netflix, und bisher, muss ich sagen, fand ich die meistens sehr, sehr gut. Die anderen immer noch so gut, dass ich sie dennoch geguckt habe. Vor allen Dingen wenn Mareike Kaiser den Trailer teilt, bin ich überzeugt. Ja, #fangirl.

Gesagt, getan, runtergeladen. Ich sitze sehr viel in Zügen rum. Das bedeutet schlechter Empfang, schlechtes WLAN, und zwischendurch viel Netflix. Also lad ich mir dieses Special runter und finde die ersten 20 Minuten ok. Musste dann aussteigen, vergaß, dass ich das Special hatte. Bis es mir gestern einfiel, und ich den Rest sah. Lest keine Artikel, in denen beschrieben wird, was in dem Special passiert. Guckt Hannah Gadsbys Nanette. Es ist ein Meisterwerk und ihr werdet weinen, flennen, rumheulen. Es ist fantastisch.

Und dann geht ihr ins Kino und guckt Zwischen Sommer und Herbst.Bitte. Denn wie oft werdet ihr bitte die Chance haben, eine lesbische, ostwestfälische Romanze im Kino zu sehen? Dacht ich mir.

Filmtipp Queer Cinema: Zwischen Sommer und Herbst und Nanette

Lena ist 17 und gerade mit der Schule fertig. Eigentlich müsste sie für die anstehende Führerscheinprüfung lernen. Stattdessen malt sie sich lieber aus, das heiß ersehnte Auslandspraktikum in Argentinien zu bekommen und danach zum Studieren nach Frankreich zu gehen. Doch als sie eines Nachts am Familienkühlschrank Jonas‘ neue Freundin Eva kennenlernt, geraten alle Pläne durcheinander. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und bekommt von Lenas Vater direkt einen Schlüssel zum Haus. Aber statt mit Jonas verbringt sie immer mehr Zeit mit Lena, ohne dass die beiden genau sagen könnten, was da gerade zwischen ihnen passiert. Bis Eva Lena eines Tages küsst ...

Regisseur Daniel Manns hat eine zarte, authentische Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gedreht. In dem Film, der mit kleinem Budget, aber großer lokaler Unterstützung in Ostwestfalen gedreht wurde, spielen Linn Reusse („Die rote Zora“, 2008) und Isabel Thierauch Lena und Eva mit hinreißendem Charme als zwei junge Frauen, die beide erst die eigenen Unsicherheiten überwinden müssen, um als Paar eine Chance zu bekommen.

Filmtipp Queer Cinema: Zwischen Sommer und Herbst und Nanette

Mehr Infos zum Film auch auf ihrer Facebook und Instagram Seite, und hier.

Hier noch die Termine:

Queerfilmnacht:27.06. Köln „Zwischen Sommer und Herbst“ + Gäste zum WomenPride/ColognePride05.07. Marburg09.07. Magdeburg09.07. Münster Queer Monday im Juli: Zwischen Sommer und Herbst09.07. Nürnberg10.07. Mannheim11.07. Berlin11.07. München13.07. Würzburg15.07. Dortmund „Zwischen Sommer und Herbst“ in Dortmund15.07. Freiburg16.07. Aachen16.07. Dresden16.07. Kiel18.07. Essen „Zwischen Sommer und Herbst“ in Essen18.07. Frankfurt19.07. Jena19.07. Regensburg20.07. Bremen24.07. Fürth24.07. (06108) Halle25.07. Augsburg25.07. Karlsruhe29.07. Pirna30.07. Hamburg20.08. Hannover

Lunakino Bielefeld:27.07. Zwischen Sommer und Herbst

In Bielefeld im Lichtwerk läuft er dreimal.

Bilder: Pressematerial

Themen: Kino, Lesbisch, LGBT, LGBTIQ, Queer