Haben wir gerade noch eine Liste für DIY-Geschenkideen zusammengetragen, müssen wir uns aber auch eingestehen, dass nicht jeder die Zeit zum Basteln, Kochen und Anrühren hat. Bestellen ist für viele die einfachste und schnellste Methode, die gesamte Verwandtschaft mit Geschenken zu versorgen. Allerdings ist es weder für die Paketboten, noch für die Umwelt gut, wenn Millionen Deutsche bestellen, als gäbe es kein Morgen.

Etwa 3,4 Milliarden Pakete bestellten die Deutschen im Jahr 2017. Allein in der Weihnachtszeit werden etwa 330 Millionen Pakete ausgeliefert. (GQ Magazin)

Viele Dinge, die wir aus Bequemlichkeit bestellen, bekommen wir ebenso im Laden nebenan. Denn wenn wir alles nur noch bestellen, kann ein Laden nach dem anderen in unserer Gegen dicht machen. Mal abgesehen davon, dass all die Pakete, die ausgeliefert werden müssen, auch alles andere als gut für die Umwelt sind. Warum also nicht einmal die nähere Umgebung auschecken und sich in den Nachbarschaftsläden auf die Pirsch nach Geschenken machen?

Bücher und Gutscheine für Buchläden

Bücher sind immer eine gute Idee, für Erwachsene, wie auch Kinder. Entweder, man bringt schon vorher geschickt in Erfahrung, mit welchem Buch man der oder dem Beschenkten eine Freude machen kann, oder man lässt sich vor Ort inspirieren. Wer kein Risiko eingehen möchte, besorgt einen Gutschein für einen Buchladen in der Nähe, oder der gut erreichbar liegt. Sollte kein unabhängiger Buchladen in der Nähe liegen, bleiben immer noch Buchläden mit mehreren Filialen (optimalerweise in mehreren Städten vertreten).

Nützliche Alltagsgegenstände

Trinkflaschen, Brotdosen, Lunchboxes, Wachstücher, Kaffeebecher to go - Gegenstände, die den Alltag ein wenig nachhaltiger und einfacher gestalten, kann jeder gut gebrauchen. Sei es die Wasserflasche für das Büro, oder der wiederverwendbare Kaffeebecher für den Weg zum Büro, bei Alltagsgegenständen kann man sich sicher sein, dass sie verwendet werden. Jeder kann sie gebrauchen und mittlerweile sind sie in nahezu jedem Biomarkt ohne Probleme zu bekommen. Steht also der nächste Wocheneinkauf an, kannst du gleich ein paar Weihnachtsgeschenke in der Checkliste abhaken.

Und sollte das Geschenk wider Erwarten überflüssig sein, kann man es als Beschenkte*r weiterverschenken. (Das sollte ohnehin eine Grundregel sein.)

Erlebnisse

Jochen Schweizer-Erlebnisboxen, Mydays und wie sie nicht alle heißen, versprechen unvergessliche Tage. Das Schöne ist: Du kannst nicht danebenliegen. Die Gutscheine können vom Beschenkten beliebig eingetauscht werden. Man kann sich vom Bungeesprung bis zum romantischen Dinner alles aussuchen. Die Gutscheine sind drei Jahre gültig.

Ein Abo

Ein Abo für jemanden abzuschließen birgt immer ein gewisses Risiko, aber wenn man die Person gut kennt, kann einem eine gute Überraschung gelingen. Abos gibt es mittlerweile für fast alles.

Spielzeugkiste

Anstatt wieder Spielzeug zu verschenken, obwohl das Kind garantiert genug Spielzeug hat, warum nicht einfach ein Abo für die Spielzeugkiste verschenken? Eignet sich übrigens auch bestens zu einem Kindergeburtstag! Das Abo startet bei 4,99€ im Monat. Die Boxen sind unterteilt für Kinder zwischen 0-2, 2-4, 4-7 und 7-12. Die Spielzeuge kann man sich frei zusammensuchen. Hat das Kind (oder die Eltern) keine Lust mehr auf das Spielzeug, kann getauscht werden.

Ökokiste

Wer keine Zeit hat, dienstags und freitags zum Markt um die Ecke zu gehen, aber trotzdem plastikfrei, regional und saisonal einzukaufen, freut sich mit Sicherheit über ein Abo einer Ökokiste. Sollte ein Abo zu viel Verpflichtung sein, kann man auch erst einmal eine Probebox verschenken mit Option auf Verlängerung. Anbieter für Berlin sind zum Beispiel Märkische Kiste, Ökodorf Brodowin, Biohof Blattwerk, Abokiste Apfeltraum und Landkorb.

Zeitschriften-Abo

Warum nicht einfach ein Lese-Abo verschenken? Sei es für eine Plattform wie Readly, oder für eine konkrete Publikation, Lesezeit ist gut verbrachte Zeit. Wenn du die Lesegewohnheiten der/des Beschenkten kennst, könnte es eine gute Idee sein.

Spotify-, Audible- oder Netflix-Abo

Für Fans von Hörbüchern und Musik (sozusagen jeder), ist ein Abo für einen Streaming-Dienst eine super Idee. Musik auf Spotify ganz ohne Werbung hören, Hörbücher bingen auf Audible oder die Lieblingsserie durchsuchten - diejenigen, die sich noch kein Abo geleistet haben, kann man so glücklich machen. Beim Netflix-Abo können unter Umständen mehrere Familienmitglieder glücklich werden, wenn man das Premium-Abo abschließt. Dann können nämlich bis zu vier Personen parallel gucken.

Gutschein für grünes Shopping

Auf ganz Berlin verteilt findest du Geschäfte, die ausschließlich Fairtrade und ökologisch zertifizierte, nachhaltige Mode und Alltagsgegenstände verkaufen. Hier habe ich eine Liste über die Berliner Shops zusammengetragen. Alle Läden sind getestet und für gut befunden. Solltest du also in der Ecke einer dieser Läden sein und Kleidung, Kosmetik, Schmuck, Schuhe, Wohnaccessoires, Alkohol besorgen wollen, schlag zu! Sollte die Entscheidung aber zu schwer fallen, tut es auch hier ein Gutschein. Unterstützt die Läden eurer Nachbarschaft!

Patenschaften

Mit einer Patenschaft lehnst du dich etwas weit aus dem Fenster und zu diesem Geschenk würde ich nur raten, wenn du dir ganz sicher bist, der beschenkten Person wirklich einen Gefallen zu tun. Zu schnell kann dieses Geschenk als militant herüberkommen, denn Hand auf's Herz: der Großteil bekommt zu Weihnachten gerne Geschenke und möchte nicht gezwungen werden zu spenden.

Wenn du dir aber sicher bist, der beschenkten Person einen Gefallen zu tun, gibt es unterschiedliche Patenschaften: für SOS-Kinderdörfer, für Bienenrettung (oder über Mellifera), den Nabu, den Tierschutzbund oder WWF. Wie wäre es damit, einen Baum zu verschenken? Das geht über eine Patenschaft bei PrimaKlima. Die Liste ist beliebig fortführbar, sie dient nur als Inspiration und erster Anlaufpunkt.

Nichts

Die radikalste Idee, die vermutlich die wenigsten Anhänger findet, darf dennoch nicht fehlen: schenkt euch einfach mal nichts. Verbringt einfach nur Zeit zusammen, lasst das Jahr revüpassieren, guckt Fotos an, spielt Brettspiele (wenn es dem Familienfrieden zuträglich ist) und genießt das gute Essen. Einfach mal ein Vorschlag zum Ausprobieren.

Werbehinweis: Dieser Artikel enthält keine bezahlte Werbung. Dieser Artikel ist ausschließlich selbst recherchiert und in keinerlei Kooperation entstanden.

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