Warum wir Frauen wie Lena Dunham brauchen

Von Svenja in Kolumne
Warum wir Frauen wie Lena Dunham brauchen

Es gibt Menschen, die uns einfach inspirieren und begeistern. Die bestimmte Dinge extrem gut machen, wie Obama zum Beispiel bewegende Reden zu halten (oder generell fantastisch zu sein). Oder Lena Dunham darin, schonungslos offen und ehrlich zu sein. Die Schauspielerin, Autorin, younameit schafft es wie kaum eine andere, Themen ins Licht zu heben, die sonst eher ein trauriges Schattendasein fristen.

Mentale Gesundheit, Feminismus, körperliche Gesundheit, kranke Schönheitsideale, Lena diskutiert alles. Gerade in Zeiten von perfekten Instagram-Welten ist sie eine mehr als willkommene Abwechslung. Ihre Bilder sind nicht bis zur Unendlichkeit gefiltert und bearbeitet, stattdessen gibt sie echte Einblicke in ihr Leben und was sich darin gerade tut. Klar, das tun auch andere, aber trotzdem fühlt sich ihr Account für mich "realer", das heißt echt an.

Sie ist die toughe Freundin, die man sich immer an der Seite wünscht. Die, die keine Angst vor Konflikt hat und auch mal mit der Faust auf den Tisch haut und trotzdem total clever rüberkommt.

Gleichzeitig hat sie etwas unheimlich Verletzliches an sich, vor allem, nachdem sie kürzlich ein Bild postete, direkt nach ihrer Endometriose-Operation. Diesen Moment zu zeigen, direkt nach einer OP, immer noch voller Schmerzen, nach Monaten und Jahren, die von Schmerzen geprägt waren, verlangt unheimlich viel Mut. Denn nicht immer (hust) ist das Internet ein Ort der Liebe, ihr schlugen viele harte, teilweise hasserfüllte Kommentare entgegen. Doch gleichzeitig bedanken sich viele Frauen, die ebenso unter Endometriose leiden. Und darum geht es doch am Ende: Empathie und Zusammenhalt.

Deswegen: Yay Lena!

Und wo wir gerade dabei sind, kann ich euch auch Drew Barrymore empfehlen, die ich erst kürzlich für mich entdeckt habe. Vielleicht bin ich aber auch etwas komisch, weil ich nur sehr wenigen Promis folge. Drew Barrymore's Instagram ist ein bisschen wie ein Familien-Fotoalbum, in das man reinschauen darf. Das machen zwar viele Promis, aber auf eine sehr glamouröse Art (Chris Hemsworth, der von Termin zu Termin jettet im Privatjet oder Hubschrauber...), Drew Barrymore wirkt hingegen unglaublich bodenständig und nahbar.

Und ist es nicht am Ende des Tages gut zu wissen, dass auch Hollywood-Promis unkontrolliert schwitzen beim Sport?

Photo: Lindsay Silveira

Themen: Frauen, Frauengesundheit