Zeit für nachhaltige Mode-Entscheidungen

Svenja - Sonntag, 17. Juli 2016

Lange habe ich im Homeoffice oder im Start-Up-Flair gearbeitet, was viel Spaß gemacht hat. Die legere Atmosphäre, das Ungezwungene, arbeiten im Kiez. Da guckt natürlich keiner auf die Klamotten. Ich hab mich sicherlich nie gehen lassen, aber musste gerade beim Homeoffice-Job nie darauf schauen, was ich anhabe (solange ich von der Schreibtschkante aufwärts ordentlich aussah für die Video-Telko). Das hat sich mittlerweile geändert, zum Einen für den Job am schnieken Gendarmenmarkt, zum Anderen aufgrund meines eigenen Anspruchs.

Bestimmte Läden und Marken kommen für mich aber nicht in Frage, denn die Qualität der Kleidung soll stimmen, ebenso die des Materials. Nichts ist ärgerlicher, als einen Haufen Kohle für ein potentielles Lieblingsteil aufzugeben, das nach zwei Mal Tragen bereits im Eimer ist.

Gleich den ganzen Kleiderschrank umzukrempeln ist keine Option, stattdessen setze ich auf Einzelstücke, die hochwertig und zeitlos sind (und mehr sind, als nur der Markenname). Diese lassen sich ja auch immer wieder neu inszenieren mit Teilen aus aktuellen Modekollektionen. Wie oft habe ich mich schon über schöne Stücke geärgert, die nicht gut verarbeitet waren: Überall lose Fäden, sich aufdröselnde Nähte und alles in allem der Inbegriff von schnelllebiger Billigmode.

Zeitlose Mode bei Madeleine

Fündig geworden bin ich bei Madeleine, was mich offen gestanden selbst etwas überraschte, denn irgendwie war die Marke für mich bisher unter dem Radar geblieben, da sie lediglich Online erhältlich ist. Meine Mutter hatte da vor Jahren mal bestellt und ich habe sie damals für ihre Geduld bewundert, denn die Lieferzeiten waren wirklich lang. Sie sagte immer "Wenn es sich lohnt, warte ich gerne." Das neue Gesicht der Marke ist übrigens Luisa Hartema, die man noch von Germany's Next Topmodel kennt. Ein paar Teile fielen mir sofort ins Auge, die sehr gut jeden langweiligen Bürolook  in einen außergewöhnlichen Look verwandeln:

Ich liebe Culottes! Die Culotte von Madeleine kann super zu engen T-Shirts oder Blusen angezogen werden und sieht sowohl zu flachen, als auch zu Absatzschuhen gut aus. Das Schöne: Sie kaschiert perfekt den Bauch, wenn das Mittagessen wieder etwas mehr war (Chupenga, looking at your burritos...).

Der Rock mit Satinstreifen sieht nicht nur im Büro stylish aus, sondern kann auch zu einem Party-Outfit gewandelt werden. Das Stichwort ist "Kombination" - kombiniert man den Rock zu einem schlichten T-Shirt passt er ins Büro, zieht man ein Blickfang-Shirt in einer knalligen Farbe oder semi-transparent an, kann der nächste Bar-Besuch kommen.


Sportliche Jacke für das Büro

Liebe auf den ersten Blick: Die sportliche Blouson-Jacke schafft es aus jeden steifen Business-Kostüm ein casual-chic Outfit zu zaubern. Das ist genau nach meinem Geschmack, denn verkleidet möchte ich mir auch im Büro nicht vorkommen. Einen sportlich-legeren Stil und vor allem zeitloses Design sind bei mir ein Muss. Ich springe auch nicht mehr auf jeden x-beliebigen Trend auf, denn ganz ehrlich: Bauchfrei muss in meinem Alter nicht sein, das dürfen gern die Teenager und Mitte-Zwanzig-Damen tun. Ganz praktisch auch, dass man leichtem Nieselregen entkommen kann, da sie minimal wasserabweisend ist und mit Kapuze kommt. Übrigens: Die Jacke ist superleicht und platzsparend und findet auch in kleinen Handtaschen Platz.

Die leicht glänzende Optik findet bei mir im Büro übrigens sofort Fans, ebenso die goldenen Knüpfe und der Reißverschluss. Die Möglichkeit die Ärmel leicht hochzushoppen mithilfe der Knöpfe ist super, wenn es im Laufe des Tages wenig wärmer wird als noch am frühen Morgen..

Zugegeben, Kleidungsstücke mit viel Schischi sind nicht meins, Spitze und Rüschen lassen mich direkt die Flucht ergreifen. Auch das Oberteil von Madeleine habe ich etwas skeptisch betrachtet, es dann aber och mal anprobiert, denn mal ehrlich: So viele Kleidungsstücke sehen getragen nochmal ganz anders aus, als auf dem Bügel. Ich bin echt positiv überrascht, denn gerade, wenn ich doch mal etwas repräsentativer aussehen soll, habe ich hier den optimalen Spagat gefunden: Nicht zu eng, nicht zu schick, nicht so anfällig für Knitterfalten und gerade genug nackte Haut, wie es für das Büro zuträglich ist.

Was lernen wir daraus: Man kann ruhig mal über den Tellerrand schauen und andere Marken ausprobieren als sonst. Skepsis beiseite und eventuell auch mal paar Euros mehr in die Hand nehmen und dafür etwas kaufen, das länger hält.

Danke Madeleine, dass wir eure wunderschönen Kleidungsstücke ausprobieren durften! Danke auch, dass wir ein paar davon behalten durften. 

Schlagwörter: Büro, Fashion, Madeleine, Mode, zeitlos
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