Bangkok in 48 Stunden

Svenja - Mittwoch, 10. Februar 2016

Bangkok ist eine riesige Stadt. Laut, viele Gerüche, Menschenmengen,Verkehr, Tuktuks, alles vermischt sich. Ich bin vor einigen Jahren schon einmal in Bangkok gewesen und muss zugeben, dass ich mich nicht unbedingt in die Stadt verliebt habe. Jetzt habe ich allerdings noch einmal zwei Tage dort verbracht. Mit guter Vorbereitung startet die Mission: Liebe auf den zweiten Blick. 

Kaum gelandet stellt sich die Frage: Taxi oder Airtrain? Die Taxis am Flghafen bekommt man problemlos mit Taximeter, sodass man für knapp 30km Fahrt etwa 300 Baht bezahlt. Beim Skytrain ist man ähnlich schnell unterwegs, bezahlt aber nur um die 80 Baht. In Euro mag das alles nicht die Welt sein, möchte man aber als Pfennigfuchser reisen, ist der Airtrain sehr zu empfehlen.

Auf zum Chatuchak Markt im Norden Bangkoks

Schnell ins Hotel eingecheckt, frisch gemacht und auf geht's! Ziel des heutigen Tages soll der Chatuchak Markt sein, der jedes Wochenende geöffnet ist. Dort kommt man bequem mit dem Skytrain hin (Haltestelle Kamphaeng Phet), sofern man ein Hotel in der Nähe einer der Stationen gebucht hat. Das schöne am Skytrain ist, dass man sehr viel von Bangkok sieht und mitten im Trubel ist zwischen Touristen, Schulkindern und Berufstätigen. Die Bahn ist stark klimatisiert, sodass es sich durchaus lohnt ein Tusch für die Schultern mitzunehmen, um nicht zu erfrieren. Weiterer Vorteil des Skytrain: man sieht das gigantische Areal des Chatuchak Marktes bereits von oben und kann sich mental darauf einstellen, sich stundenlang in den mäandernden Gängen zu verlieren. Es gibt nichts, das es hier nicht gibt: Fake-Designer-Kleidung und Taschen, Lebensmittel, Deko-Artikel, Musik, Pflanzen, you name it. Man kann sich darauf einstellen mindestens drei Stunden hier zu verbringen, denn selbst wenn man wollte, kommt man durch die Menschenmengen und die schmalen Gänge nicht schneller durch. Außerdem lohnt es sich durchaus etwas früher vor Ort zu sein, dann ist es noch nicht so warm.

Roodtop Drinks

Bevor es weiter geht zum Dinner lohnt es sich einen Boxenstop im Hotel einzulegen, denn ab 18:30Uhr verlangen viele der Restaurants am Chao-Praya-Fluss Abendgarderobe. Mit FlipFlops, Shorts  und vollen Einkaufstüten hat man da keine Chance einen Tisch zu bekommen. Es lohnt sich außerdem gegen 18 Uhr zum Essen einzutreffen, um den Sonnenuntergang in voller Pracht genießen zu können.

Viel wichtiger als das Abendessen war mir allerdings die Aussicht von der Sky Bar des Lebua State Tower mit einem Cocktailglas in der Hand. Ja, es ist mega touristisch und ein stetes Kommen und Gehen, aber die Aussicht ist es so wert. Auch hier gibt es einen Dresscode: FlipFlops und Strandmode sieht man an der Tür nicht gerne, da es auf dem Dach Restaurant gibt, das gern Publikum in Abendgarderobe anzieht. Um Enttäuschungen an der Tür zu vermeiden, lasst die Strandkleidung im Hotel. Oben ist es übrigens sehr windig, Kleider fliegen gerne himmelwärts und die Friseur kriegt auch noch einen netten Blow, sodass man am besten kurz die Aussicht genießt und dann in eine windstille Bar weiterzieht. Nicht weit entfernt ist das Maggie Choo's, eine hervorragende Jazz-Bar mit Live-Musik und schnieken Damen auf Schaukeln. Achja, die Cocktails sind natürlich auch großartig!

Tag zwei in Bangkok

Der nächste Morgen beginnt früh, denn um 8 Uhr ist Abfahrt der morgendlichen Bangkok by bike Tour. Wer jetzt denkt "Na klar, mit den Fahrrad durch Bangkok, aber sonst geht's noch?" dem sei versichert, dass man unglaublich viel sieht und vom Verkehr so gut wie nichts mitbekommt. Die gut geschulten Guides zeigen einem eine Seite von Bangkok, die man sonst neben dem Trubel der Khaosan Road und all den Tempeln weniger beachtet. Durch ein Armenviertel über schmale Gassen, vorbei an Tempeln, weiter durch ein Wohnviertel der besser verdienenden bis ins Grüne. Man lernt viel über das Zusammenleben der Thai, dass Familien mit geringem Einkommen sich sehr umeinander kümmern, da es keine Sozialleistungen vom Staat gibt. Es ist großartig eine ruhige Seite von Bangkok zu erleben, mit frischer Luft, keinen Autos und fantastischer Aussicht. Absolut empfehlenswert.

Anschließend kann man mit dem Boot auf dem Chao Phraya Fluss Richtung Getümmel fahren und hat etwas Zeit sich an die zunehmende Lautstärke zu gewöhnen. Außerdem hat man vom Boot aus eine grandiose Sicht auf den Tempel Wat Arun, vor allem bei Abenddämmerung. Nachdem man die Tempel Wat Pho und Wat Phrae Kaeo besichtigt hat (unterschätzt die riesigen Tempelanlagen nicht), brauchen die Füße dringend eine Erholung. Von Wat Pho kann man in gut 20 Minuten zur Khaosan Road laufen, denn ein günstiges Taxi oder TukTuk bekommt man in dieser Ecke nur schwer. Und die Distanz ist locker machbar.

Massage zum Abschalten

Gönnt euch die Massage nicht unbedingt direkt auf der Khaosan Road, sondern eher auf einer der Parallelstraßen, wie der Rambuttri, denn dort ist es zum einen etwas günstiger und etwas günstiger. Prinzipiell sind aber alle Massage-Studios gut, ich habe bisher keine schlechte Erfahrungen gemacht.

Taxi fahren in Bangkok

Taxi-Fahrten können eine echte Härteprobe werden, denn gerade als westlich aussehender Reisender wird man nur selten einen "fairen" Preis bekommen. Noch dazu kennt man die regulären Preise nur selten. Gut, die Preise sind, egal ob regulär oder "Wucher" für unsereins immer relativ günstig, aber man möchte ja nicht das Gefühl haben abgezockt zu werden. Sehr hilfreich war für mich "Flashpacking4Life, wo es eine Auflistung von Taxipreisen, Maut-Gebühren und ähnlichem gibt. So bekommt man ein deutlich besseres Gefühl für die Transportkosten in der Metropole.

Foto: Swaminathan

Schlagwörter: Bangkok, Bangkok by bike, Chatuchak, Khaosan, Lebua State Tower, Thailand
Unterwegs