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Menstruationstasse: Eine kleine Revolution

Menstruationstasse: Eine kleine Revolution

Oh the joy of being a woman. Meistens stimmt das ja auch, aber alle vier Wochen möchte man ja eher die Wand hochgehen… oder einfach als Bettvorlieger liegen bleiben. Der Grund: Die Tage. Schon als Teenager hatte man sich der Frage zu stellen: Binden oder OB’s? Wer auch nur ein wenig körperlich aktiv war, landete bei Tampons. Die Warnhinweise zum Toxischen Schocksyndrom nimmt man zwar zu Kenntnis, aber ganz ehrlich, wirklich viel Beachtung habe ich dem nie geschenkt. Das war halt einfach der kleine Zusatzflyer in der Verpackung, aber ich konnte nichts damit anfangen. 

Dann habe ich einen Artikel über ein Model gelesen, die ihr Bein an das Toxische Schocksyndrom verlor. Irgendwie hallte dieser Artikel lange nach und ich fühlte mich zunehmend unwohler mit der Benutzung von Tampons. Als mir dann auch noch klar wurde, dass wir allen Ernstes eine so genannte „Luxussteuer“ für die Dinger bezahlen, schaute ich aktiv nach Alternativen.

Menstruationstassen revolutionieren die Frauenhygiene

Vor etwa einem Jahr machte sich eine kleine Revolution breit, denn die Menstruationstasse kamen in die dm-Märkte. Das Internet war plötzlich voll von Frauen (vornehmlich aus den USA), die auf die Menstruationstassen, oder Period Cups, abfuhren. War sie zwar ursprünglich für Frauen in Entwicklungsländern mit schwierigen hygienischen Umständen gedacht, lernten auch Frauen in westlichen Ländern diesen kleinen Revoluzzer lieben. Doch was macht die Period Cup so bahnbrechend?

3 gute Gründe für eine Menstruationstasse

  1. Menstruationstassen sind Zero Waste. Es entsteht kein Müll, weder bei der Produktion, noch während der Menstruation.
  2. Sie bietet alle Vorteile eines Tampons, aber ohne potentiell Faserreste zurückzulassen. Diese sind nämlich unter anderem ein guter Nährboden für Bakterien, die das Toxische Schocksyndrom auslösen können.
  3. Sie ist sparsamer als alle anderen Hygieneprodukte, denn einmal 15 Euro ausgegeben ist man erst einmal versorgt. Laut Herstellern kann die Tasse mehrere Jahre verwendet werden. Allerdings kann sie sich nach 2 bis 3 Jahren ein wenig verfärben, weshalb manche Anwenderinnen sie dann aus ästhetischen Gründen austauschen.

Für mich einer der größten Pluspunkte: Die Krämpfe, die oft in dem Moment kommen, wenn Tampons im Spiel sind, fallen viel schwächer aus. Sie sind zwar noch spürbar, aber deutlich geringer ausgeprägt. Das kann aber von Frau zu Frau anders sein.

3 Nachteile der Menstruationstasse

  1. Der Fairness halber sei gesagt, dass das Einsetzen der Menstruationstasse nicht ganz ohne ist und ein wenig Übung verlangt. Was ein Glück also, dass wir ohnehin einmal im Monat dran sind und somit fleißig üben können… Es gibt auch zahlreiche Webseiten wie diese hier, die die Anwendung gut erklären. Aber an der guten alten Übung führt kein Weg vorbei.
  2. Auf öffentlichen Toiletten ohne Waschbecken in der Toilettenkabine wird es echt eine Herausforderung das Ding zu reinigen. Ganz zu schweigen vom Büro. Hier haben wir aber von unseren Lesern zahlreiche Tipps bekommen: Nehmt eine Wasserflasche mit auf die Toilette, um sie abzuspülen, falls es in der Toilettenkabine kein separates Waschbecken gibt.
  3. Kommt die Menstruation überraschend, hat man meistens nicht die Menstruationstasse griffbereit dabei. Tampons allerdings schon (in jeder Handtasche fliegen immer welche herum). Vielleicht ist es aber auch nur eine Frage der Umgewöhnung.

Fazit

Menstruationstassen bekommt man mittlerweile schon bei DM, aber auch nachhaltige Shops wie Original Unverpackt verkaufen sie. Es lohnt sich auf jeden Fall sie einmal auszuprobieren bzw. ein paar Zyklen mit ihr zu testen. Denn nach dem ersten Mal hat man den Dreh garantiert noch nicht perfekt raus. Kostenpunkt: 15 Euro.

Wer seine Menstruation nachhaltiger gestalten möchte, findet auch zahlreiche, weitere Alternativen.

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