Über die Periode zu reden, ist nun vielleicht kein so großes Tabu mehr wie noch vor ein paar Jahren. Wirklich wohl fühlen sich damit aber noch längst nicht alle. In der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz und selbst im Freundeskreis treibt die monatliche Blutung immer wieder Menschen die Schamesröte ins Gesicht. Weder über die Müllberge, noch potentiell krebserregende Stoffe in Tampons oder gar der Blutfleck auf dem Laken wird offen und frei gesprochen. Unternehmen wir Kora Mikino sorgen regelmäßig für Gesprächsstoff mithilfe ihrer nachhaltigen Menstruationspantys, jeweils mit ganz eigenen Fokusthemen. Sei es die bereits genannte Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, aber auch Sicherheit vor Unfällen in der Nacht oder auch tagsüber.

Was aber nicht so oft thematisiert wird ist das Wohlbefinden und die Sexyness. Das schlägt sich zum Einen in den Modellen nieder, die markenübergreifend tendenziell sportlich gehalten sind, als auch in den Werbebotschaften. "Vermeide Müll", "Denk an den Planeten", "Pass auf mit Giftstoffen in Tampons" - die Menstruation ist ein Slalom aus Scham, Nachhaltigkeitsdruck und Gesundsheitsbewusstsein geworden. Das Zelebrieren des Frauseins rückt in den Hintergrund, praktische Aspekte stehen eher im Mittelpunkt.

Kora Mikino verbindet Sexyness und Sex während der Menstruation

Die Nachhaltigkeit in allen Ehren, aber müssen wir Frauen uns während der Tage, wenn wir uns ohnehin schon unwohl in unserer Haut fühlen, Wassereinlagerungen, Pickeln und mieser Laune sei dank, auch noch permanent Gedanken um den Planeten machen? Die Kora Mikino Community stellte sich die gleiche Frage - Kora Mikino fand eine Antwort darauf: Modell Diane.

Lisa von Kora Mikino erzählt: Die Diane ist, wie alle unserer Panties, in Co-Creation mit unserer wundervollen Community entstanden. Die hat sich eine sexy Panty gewünscht, die nicht schon beim ersten Anblick Periode! schreit, sondern einfach schön, bequem und funktional ist. In der man sich trotz Periode - oder vielleicht sogar deshalb! - sexy und begehrenswert fühlen kann. Wir haben uns dann für recycelte Spitze und einen bequemen Hipster entschieden, der alle Kurven umschmeichelt und gut einpackt. Wir nennen die Diane auch liebevoll unsere Sex-positive Panty, weil wir bemerkt haben, dass das Thema “Sex während der Periode” unsere Community krass umtreibt.

Sexy Periode

63% unserer Community hat gerne Sex während den Tagen und wünscht sich mehr Offenheit und Aufgeschlossenheit zu dem Thema. Das können und wollen wir nur unterstützen! Unsere Diane ist unser Statement zum Thema und soll sagen

Yes, ich bin verdammt sexy während der Periode und habe dann auch verdammt Lust auf Sex!

Dazu kommt, dass für Personen mit Kurven oder starken Schmerzen Panties mit breitem Bund oft nicht sehr bequem sind, weil sie einschneiden oder zwicken. Die Diane ist super flexibel und beugt dem vor. Wir wollen Inklusivität leben, zeigen und promoten. Dazu gehört sowohl alle Körperformen zu zeigen, alle Hautfarben und auch alle sexuellen Orientierungen oder geschlechtlichen Zuordnungen.

Wer schon mal die Zettel in unseren Panties studiert hat, kennt die Quote von Sylvia Plath zu einem heißen Bad:

"Es muss eine Menge Dinge geben, gegen die ein heißes Bad nicht hilft. Aber ich kenne nicht viele."

Die Idee stammt von Julias Wohlfühlritual, oder besser Lifesaving-Ritual, nämlich in die Badewanne zu gehen und zu entspannen während der Periode. Wir gehen ja alle ziemlich offen mit unseren Problemen um, daher wissen auch alle von Julias und meinen heftigen Periodenschmerzen oder auch meiner HPV-Erkrankung.

Das ist uns nämlich auch super wichtig: wir kämpfen nicht nur gegen das Periodentabu, sondern gegen alle hartnäckigen Tabus die den weiblichen* Körper betreffen, über die scheinbar nicht gesprochen werden darf, weil es irgendwelche zarten Egos verletzt. Wir sprechen alles an, weil sich nur dann etwas ändern kann und wir hier mit gutem Beispiel vorangehen wollen.

Fun Fact: Die Diane ist übrigens benannt nach unserer ersten Händlerin aus Köln, einer sauwitzigen, coolen und sexy Französin.

Echte Nachhaltigkeit: Warum die Kora Mikinos High Ines gehen musste

Fans von Kora Mikino erinnern sich mit Sicherheit, dass es einen Vorgänger der Diane gab, die High Ines. Die hochgeschnittene Panty mit sexy Mesh-Einsätzen erfreute sich allergrößter Beliebtheit in der Community. Umso größer war die Verwunderung, als bekanntgegeben wurde, dass die Ines nicht weiter produziert wird. Warum entscheidet man sich also dafür, einen wahren Bestseller aus dem Sortiment zu nehmen? Der Nachhaltigkeit zuliebe.

Lisa von Kora Mikino erklärt: "Die High Ines ist eine wunderschöne Panty, da gehen wir total mit der Community mit! Sie hat sehr viele Fans und unsere Entscheidung, sie nicht mehr zu produzieren hat für einiges Unverständnis gesorgt und uns sehr viele Nachrichten beschert. Der Grund für unsere Entscheidung ist aber ein sehr valider: einerseits aus Gründen der Nachhaltigkeit, aber auch aus Commitment zu unserer Community. Die High Ines ist in der Produktion eine sehr schwierige und fehleranfällige Kandidatin, da das Mesh nicht so easy an das Modal anzunähen ist. Hier muss extrem sorgfältig gearbeitet werden, um Löcher zu vermeiden oder dass die beiden Teile an einer Stelle wieder auseinander gehen. Heißt: die Produktionsdauer steigt und wir können einfach nicht gewährleisten, dass die Panty über lange Zeit schön und unbeschadet bleibt. Das läuft natürlich total konträr zu unserem Nachhaltigkeits-Anspruch: Wir wollen ein langlebiges Produkt, das nicht nach kurzer Zeit ersetzt werden muss, weil unschöne Löcher entstehen. Plus, wir wollen unseren Kund*innen nur die besten Panties liefern, damit sie sich ein Leben ohne nachhaltige Menstruationsunterwäsche nicht mehr vorstellen wollen!

Da wollen wir einfach keine Abstriche machen und auch das ist 100% Kora Mikino. Andere Brands würden hier vielleicht Kompromisse bei den Materialien eingehen, oder einfach in Kauf nehmen, dass die Panty eventuell nicht lange hält. Frei nach dem Motto: Nach dem Kauf ist es nicht mehr unser Problem. Das ist für uns aber keine Option. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil nicht nur unserer Produkte, sondern der ganzen Entstehungsgeschichte unserer Brand. Und unsere Community ist für uns mehr als ein Haufen Fans. Sie sind Impulsgeber, Gradmesser und am Ende diejenigen, die unseren Laden am Laufen halten. Das ist für uns eine Verantwortung, der wir einfach nachkommen wollen. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die von vielen geliebte Ines nicht mehr zu produzieren. Aber keine Angst, wir haben verstanden, worauf unsere Community steht und wollen sie nach wie vor happy machen. Es ist also einiges geplant!"

Die Geschichte hinter Kora Mikino: Wie entstand die erste Panty?

Viele von uns hatten schon einmal den Gedanken: "DAS müsste mal erfunden werden", wenn wir uns ein bestimmtes Produkt wünschen. So ging es Julia, Gründerin von Kora Mikino, auch beim Anblick ihres Badezimmermülleimers. Nach jeder Periode quoll der Eimer über. Sie dachte sich: "Krass, wie viel Müll ich durch etwas Natürliches und Notwendiges jeden Monat produziere!"

Sie kannte die berühmte Marke aus den USA, aber es gab bis dato nichts Vergleichbares auf dem deutschen Markt. Vor allem nichts, das komplett nachhaltig war: vom Sourcing der Materialien, bis hin zum fairen Produkt, in dessen Wertschöpfungskette alle fair bezahlt werden und die Umwelt nicht belastet wird. Die Idee war geboren und es gab kein zurück.

Natürlich lief nicht alles immer wie am Schnürchen. Über die kleinen Setbacks könnte Julia sicherlich ein Buch schreiben, aber alles in allem ist sie eine super zufriedene und glückliche Gründerin und auch sehr pro Gründung - vor allem wenn Frauen das vorhaben, denn es gibt einfach noch zu wenige weibliche Gründerinnen. Klar ist, dass einem einige Mansplainer begegnen werden und einige beim Meetingbeginn fragend nach dem Chef Ausschau halten, weil sie einfach noch nicht an den Blick einer Chefin gewöhnt sind. (Das ist Julias Lieblingsmoment in ihrer Gründungshistorie ).

Aber das sind nur Momente. Gute Ideen können überzeugen! Immerhin hat Julia es geschafft, sehr vielen Männern die Idee einer Menstruations-Panty näher zu bringen und sie davon zu überzeugen!

Und wie ging das ganze vonstatten, von der Idee zum Produkt?

Nachdem Julia eine Umfrage unter 800 Frauen gemacht hatte, um herauszufinden, ob es wirklich einen Bedarf an den Panties gibt, war sie schon extrem happy und überzeugt von ihrem Vorhaben. Das Ergebnis war eindeutig: sehr viele hatten Lust auf eine nachhaltige und bequeme Alternative. Dann kam die Kickstarter-Kampagne, die einfach lief wie geschnitten Brot Da habe ich (Lisa) übrigens das erste Mal von Kora Mikino gehört und fand die Idee einfach nur genial. Dass ich später mal dort arbeiten sollte, macht das alles für mich noch schöner! Als dann innerhalb kurzer Zeit das Kickstarter-Ziel erreicht war und die erste Produktion los ging, war das schon ein extrem geiler Meilenstein!

Du willst auch gründen? Schau mal in die heißen Gründungstipps von Julia.

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